Heute schon genug getrunken?

Wasser? Cappuccino? Tee? Cola? Tomatensaft? Zwei Liter pro Tag soll man ja trinken hab ich gelesen …

Heute wünsche ich dir viel Durst – auf allen Ebenen.

Wie ein Hirsch nach frischem Wasser lechzt, so sehne ich mich nach dir, mein Gott! Ich dürste nach Gott, nach dem wahren, lebendigen Gott. Wann darf ich zu ihm kommen, wann darf ich ihn sehen?

(Psalm 42,2-3)

So wirst du definitiv reich

Zwei Männer sitzen in der Kneipe und philosophieren vor sich hin. „Ich habe eine tolle Idee, wie man leicht reich werden kann.“ „Lass hören!“ „Man müsste einfach nur mitten in der Wüste eine Kneipe aufmachen.“ „Aber da kommt doch nie einer vorbei. Wie soll man denn da reich werden?“ „Ja, wenn mal einer kommt, was meinst du, wie der Durst hat.“

Überall Wasser

Mit dem Durst ist es nicht nur in der Wüste so eine Sache, sondern auch beim Sport. Je mehr man hin und her wetzt, je weiter oder höher man springt, je länger man läuft – Sport bringt zum Schwitzen und macht Durst. 

Das ist auch nur natürlich – schließlich bestehen wir zu einem Großteil aus Wasser. Eine junge Frau zu 55 %, ein Mann kommt auf 60 % Wasser und ein Säugling sogar auf 70. Egal welches Körperteil wir anschauen – über all Wasser. Sogar unsere Zähne bestehen zu 5 % aus Wasser. 

Solche Werte kann man nur durch fortwährendes Trinken aufrechterhalten. Deswegen trinkt der Mensch im Lauf seines Lebens etwa 40.000 Liter Wasser. Wenn er das nicht tut, wird es gefährlich: Schon der Verlust von einem Zehntel des Körperwassers kann zum tödlichen Kollaps führen.

Beim Sport wird uns heiß und der Körper stellt die eingebaute Klimaanlage ein. Wasserkühlung durch Schweiß. Wer sich richtig ran hält und intensiv sportlich dabei ist, der produziert bis zu 1,5 Liter Schweiß pro Stunde. Solche Mengen wollen wieder aufgefüllt werden.

Wenn ich mal Sport mache, und es vielleicht auch noch heiß ist dabei, dann ist es eine regelrechte Qual, wenn ich nichts zu trinken kriege. Man lechzt geradezu nach irgendetwas Flüssigem und würde auch aus dem nächstbesten Tümpel Schlammwasser trinken. Nie schmeckt ganz einfaches, normales, popeliges Wasser so gut, wie in solchen Situationen.

Wasser ist Leben

Wer in den Psalm 42 schaut (s.o.) erkennt: Wasser ist Leben. Für Menschen genauso wie für Hirsche. Durst ist deswegen auch Sehnsucht, Verlangen nach Leben. Mit

Der Typ, der dieses Lied hier geschrieben hat, vergleicht den Durst nach Wasser mit Durst nach Gott. Beides ist Sehnsucht, Verlangen nach echtem, richtigen Leben.

Ich finde das Bild super. Geht es uns in unserem Leben nicht oft so, dass wir nicht zufrieden sind mit dem wie es läuft? Sehnen wir uns nicht nach mehr? Danach, dass uns wirklich jemand liebt, wie wir sind? Danach, echte Freunde zu haben, die mich nicht enttäuschen? Danach, dass wir eine Perspektive für die Zukunft haben, die uns motiviert? 

Einmal berühmt sein

Bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona gewann Silke Renk eine Goldmedaille. Weiß jemand, in welcher Disziplin? …  Im Speerwurf.

Kurz nach dem Sieg hat sie gesagt: „Als ich auf dem Treppchen stand, ist mir bewusst geworden, dass mich der Olympiasieg unsterblich gemacht hat.“ Dachte sie.

Aber noch nicht mal zwanzig Jahre später weiß keine Sau mehr, wer Silke Renk eigentlich ist. 

Wir haben eine Riesensehnsucht in uns nach etwas Großem, Wichtigen. Wir wollen wer sein. Wir wollen ein gutes Leben. Wir wollen Bedeutung.

Ich weiß nicht, wonach du dich sehnst. Welches Verlangen ganz tief drinsteckt in dir. Aber ich habe einen Namen für dieses Gefühl:

Durst nach Leben

Wir können versuchen diesen Durst mit den unterschiedlichsten Dingen zu löschen. Arbeit, Geld, Action, Spaß, Reisen, Hobbys und vielen Hobbys und Sport.

Aber von dem Zeug kannst du so viel trinken, wie du willst – dein Durst wird nicht gestillt. 

Durst nach Leben ist immer auch Durst nach Gott. 

„Wer Durst nach Leben hat, der komme zu mir und trinke. Wer an mich glaubt, von dem werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“ sagt Jesus. Echtes Leben gibt es nur bei Gott. 

Wir Christen wissen das. Und wir wollen leben. Echtes Leben, in dem die Post abgeht. Echtes Leben, das uns erfüllt, das unseren Durst stillt. 
Und wir wollen dieses Leben an andere weitergeben.

Gott freut sich auf jeden Fall wie Bolle, wenn du völlig ausgepowert von den falschen Durstlöschversuchen zu ihm kommst und bei ihm mal 1,5 Liter Leben abpumpst. Das tut unglaublich gut. Einfach herrlich!

Und wenn du Kinder und Jugendliche mitbringst, ist er sogar ganz aus dem Häuschen vor Freude!

Jetzt wird’s praktisch

Kennst du die „Rose von Jericho„? Mit dieser wunderbaren, wundersamen Pflanze lässt sich sehr gut veranschaulichen, wie echtes Leben, das von Gott kommt, wirkt – und selbst Totgeglaubte zum Leben erweckt.

Probier es aus – das ist ordentlich eindrücklich!

Wirklich witzig?!

Verzweifelt schleppt sich ein Verirrter durch den Wüstensand. „Wasser! Wasser!“, stöhnt er. Nach zwei Tagen sieht er plötzlich einen Mann mit Bauchladen, der Krawatten verkauft. „Schöne Krawatten gefällig?“ Der Verirrte winkt ab und röchelt: „Was soll ich mit Krawatten? Ich habe Durst! Wasser!“ Später sieht der Verdurstende am Horizont eine Oase. Er erreicht sie mit Mühe und Not und sieht unter Palmen ein Restaurant. „Wasser, Wasser“, stöhnt er mit letzter Kraft. „Können Sie haben, der Herr“, meint der Portier, „aber ohne Krawatte kommen Sie hier nicht rein!“

Weitere Beiträge zum Thema „Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“ finden sich hier.

Dieser Beitrag ist auch zu lesen auf Mr. Jugendarbeit.
Er erschien zuerst in der Jugendleitermail, die 2020 mit Mr. Jugendarbeit fusioniert ist.
Die Jugendleitermail war eine Initiative von Stephan Münch »Lebenstraum – Jahr der Orientierung« und Heiko Metz »Evangelische Hochschule TABOR«, um Jugendleiter zu unterstützen. In über 500 Jugendleitermails teilten sie Impulse, motivierende Gedanken, inspirierende Ideen und geistliche Ermutigungen.


Heiko Metz

Heiko Metz war Jugendpastor, Landesreferent für die Arbeit mit Kindern und hat eine Kinderfreizeiteinrichtung für benachteiligte Kinder in der schönsten Stadt am Rhein geleitet. Er engagiert sich bei Compassion als Gemeindereferent und ist Lehrbeauftragter für Gemeindepädagogik/ Arbeit mit Kindern und Jugendlichen an der Evangelischen Hochschule TABOR. Er liebt Kaffee, Jaguare (zum Fahren, nicht unbedingt die Tiere), Bücher, Eis, Single Malt Whisky, Swing und staunt immer wieder neu über Gottes Liebe zu den Kindern dieser Welt.

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