Leben auf der Überholspur

Kennst du das? Dein Leben ist voll von Terminen, todos und Anforderungen. Alle wollen etwas von dir, das Handy piept und bimmelt in einer Tour und du weißt manchmal gar nicht, wo dir der Kopf steht? 

Ein (über)volles Leben scheint in unserer Gesellschaft normal zu sein. Wer Zeit übrig hat, muss unwichtig sein oder faul oder was ähnlich schlimmes. 

Mein Leben ist selten langsam, oft rast es ferrarimäßig dahin. Aber in letzter Zeit hat irgendwer mehrmals auf den Turboknopf gedrückt. Bei uns ist privat soooo viel Krasses los, dazu der normale Arbeitswahnsinn und dies und das … ich weiß oft buchstäblich nicht, wie ich den nächsten Tag überstehen soll.

Es wird sicher/hoffentlich auch mal wieder ruhiger bei uns … aber auch im Turbo-Alltag auf der Überholspur brauche ich Ruheinseln, damit ich nicht irre werde.
Vielleicht sind meine zwei Topstrategien dafür auch für deinen vollen Alltag hilfreich?

Wirklich da sein

Nahezu in jedem Monat des Tages will irgendjemand oder irgendetwas deine Aufmerksamkeit. Von unseren Aufgaben und Verantwortlichkeiten. Von Netflix, Social Media, WhatsApp und Co. Unsere Aufmerksamkeit wird ständig von einer Sache zur nächsten gezogen. 

Wirklich im Hier und Jetzt zu sein, Da sein in diesem Moment – das ist gar nicht so einfach. Aber unglaublich gut und hilfreich, um die Bremse reinzuhauen, wenn dein Leben mal wieder schneller unterwegs ist, als du selbst. 

Z.B. deinem Gegenüber deine volle Aufmerksamkeit widmen, wenn ihr euch unterhaltet. Wirklich wahrnehmen, was die Person sagt, wie sie dabei aussieht, was sie bewegt, wie sie sich fühlt … und nicht zwischendurch den morgigen Tag planen, schnell das Handy auf Nachrichten checken und und und. Das ist anstrengend, aber tut so gut, wenn du es durchziehst! Du wirst staunen, wie viel Schönheit und Sinn du in solchen Augenblicken entdecken kannst!

Gut starten

Wie startest du in den Tag? Nach dem zehnten Mal snoozen aus dem Bett rollen, Zahnpasta schlürfen, die Zähne mit Kaffee putzen und dann überstürzt aus dem Haus?

Ich starte den Tag mit einem kleinen Ritual. Kaffee, ein Bibeltext, Gebet und eine kurze Meditation. So geht der Tag nicht gehetzt los, sondern ich kann wenigstens zum Start mit mir selbst in Verbindung treten – und mit meinem Gott. Das tut gut, gibt die richtigen Prioritäten und lässt mich ganz anders loslegen mit dem Tag. Egal wie voll oder anstrengend er auch wird. 

So ein Ritual kann 5 oder 30 Minuten dauern, kann so aussehen wie meines, sportlicher, musikalischer … oder ganz anders. Egal. Hauptsache, es hilft dir, dich zu erden, wirklich mit dir selber in Verbindung zu treten und fokussiert mit dem Tag loszulegen. 

Leben mit vollem Tank

Wer immer auf der Überholspur durchs Leben jettet, hat irgendwann keinen Sprit mehr. 

Weil so ein Leben aber möglichst lange dauern soll, ist es ziemlich hilfreich, für einen beständig vollen Tank zu sorgen. 

Die zwei kleinen Tools hier helfen mir dabei – dir vielleicht auch?

– Dein Heiko


Dazu passt:

Dieser Beitrag ist zuerst erschienen auf mrjugendarbeit.com.

Weitere Beiträge der Kolumne „Smarte Jugendarbeit“ sind hier gesammelt.

Foto von Content Pixie auf Unsplash


Heiko Metz

Heiko Metz war Jugendpastor, Landesreferent für die Arbeit mit Kindern und hat eine Kinderfreizeiteinrichtung für benachteiligte Kinder in der schönsten Stadt am Rhein geleitet. Er engagiert sich bei Compassion als Gemeindereferent und ist Lehrbeauftragter für Gemeindepädagogik/ Arbeit mit Kindern und Jugendlichen an der Evangelischen Hochschule TABOR. Er liebt Kaffee, Jaguare (zum Fahren, nicht unbedingt die Tiere), Bücher, Eis, Single Malt Whisky, Swing und staunt immer wieder neu über Gottes Liebe zu den Kindern dieser Welt.

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